Ich wurde in Deutschland geboren. Schon seitdem ich ganz klein war, interessierte ich mich für Umwelt- und Naturschutz und alle Art von Tieren. Griffen sich andere Kinder bevor sie lesen und schreiben konnten ein Comicbuch, griff ich mir einen Tieratlas… Ich konnte noch bevor ich in die Schule kam Schillers “Handschuh” auswendig, nicht etwa, weil ich die Ballade bereits voll und ganz verstanden hätte, sondern wegen der vielen Raubkatzen, welche darinne vorkamen… Ein Hoch auf meine Oma, bei der ich an dem Nachmittag, an welchem ich das Gedicht lernte war, dass sie es mir immer und immer wieder vorsagte – bis ich es selber konnte.

Mein Traumberuf zu dieser Zeit? “Tierschützer” (wenig später dann auch “Umweltschützer”)! =)

Während meiner Schulzeit, in den Ferien und auch während der regulären Schulzeit (zum Glück war ich gut genug in der Schule um eine Freistellung zu bekommen) absolvierte ich verschiedenste Praktika. Man kann sagen, mir hat es einen heiden Spaß gemacht:

  • Herbst 2004 Forstpraktikum
  • Frühjahr 2005 Praktikum im Tierheimverein
  • Sommer 2005 Praktikum auf dem Bioland-Hof
  • Herbst 2005 Praktikum in der Handweberei
  • Winter 2006 Praktikum im Hort einer 1. Klasse (in Russland)
  • Frühjahr 2006 Vermessungspraktikum (in Tschechien)
  • Herbst 2006 Praktikum in der Chocolaterie Rotstern
  • Frühjahr 2007 Praktikum in einer Behinderteneinrichtung (in Russland)
  • Sommer 2008 Au-pair in England

Wie komme ich nun nach Sapmi?

Das ich nach der Schule ein Überbrückungsjahr vor dem Studium machen wollte, stand für mich schon vor vielen Jahren fest. Eine Zeitlang wollte ich in eine Elefantenauffangstation in Asien, dann nach Borneo zu den dortigen Wiederaufforstungen, es folgten noch andere Ideen, die ich gegeneinander abwegen musste/wollte/durfte. Alle Projekte im “Süden” kamen bei nüchterner Betrachtung für mich im Grunde gar nicht in Frage, da ich im hohen Maße hitzeempfindlich bin.

Was also im Norden?

Es gibt ein paar Dinge, die wohl jeder irgendwann einmal unbedingt machen will. Bei mir ist das beispielsweise Paragleiten… …und eben Hundeschlittenfahren. Also beschloss ich für ein Jahr Doghandler zu werden.

Einen Hund haben wollte ich schon als kleines Kind, einen Hund bekommen konnten ich aber nicht, da wir in der Stadt lebten und meine Eltern zu Recht befanden, dass das Leben in einer Wohnung nicht hundegercht wäre (und einen Chihuahua wollten wir auch nicht =)). Aber mich mochten die Hunde trotzdem und ich sie. Ich nutzte jede Gelegenheit die ich bekommen konnte mit Hunden spazieren zu gehen, wurde regelmäßig von völlig fremden Hunden auf der Straße abgeleckt und konnte selbst bissige Hunde während des Fressens streicheln.

Hundehaarallergisch war (und bin) ich auch nicht – warum also nicht für ein Jahr in den Norden und auf eine Schlittenhundefarm?

Ich sah mich also via Internet eine Weile nach Schlittenhundekennels um und fand schließlich dieses hier (auf welchem ich jetzt arbeite), welches mir von seiner Einstelung gegenüber und seines Umgangs mit den Hunden am besten gefiel.

Und nun, tata, da bin ich also.


blogoscoop

Eine Antwort zu „Wie ich nach Sapmi komme und wer ich überhaupt bin…“


  1. [...] August 2009 einen Artikel darüber geschrieben wer ich bin. Hier zu [...]


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