Die Schneepause
19. Januar 2010
ist vorbei und es schneit wieder. Bleibt die Frage wieviel es diesmal wird.
Durch die Schneewolken bedingt kann man die Sonne nicht mehr sehen und alles erscheint wie eine Mischung aus Grau, Silber und Weiß.
Unsere Ausreißer Merlin und Taiga müssen sich wieder langsam in den Tagesablauf integrieren und dürfen die nächsten Tage noch nicht wieder mit den anderen Laufen, damit sie möglichst schnell die verlorene Substanz wieder zulegen können. Die sechs Tage, in denen sie weg waren, haben sie sehr dünn werden lassen.
Ich brenne nebenher fleißig Schilder, hauptsächlich für die Trails, was mit einem Elektroschneider mit gerader Klinge gar nicht so einfach ist. Mittlerweile bekomme ich die “o’s”, “a’s”, “b’s” etc. – also alles was Rundungen hat und sich dadurch mit einer geraden Schneide schlecht brennen lässt – jedoch recht gut hin. =)
Gestern mit dem Schlitten
31. Dezember 2009
in den Graben gefahren – ömpffff…
Zu meiner Verteidigung ist nur zu sagen: Er lag direkt hinter einem steilen Abhang, es war Dunkel und wir hatten Schneetreeiben – man konnte ihn nicht sehen und ich habe Trailgebrochen, bin diese Strecke also noch nie zuvor gefahren gewesen.
Überhaupt gibt sich Frau Holle alle Mühe, dass wir zuschneien. Und das einzige Mittel dagegen ist Schneeschaufeln, fairer Weise muss ich sagen, dass Hary das momentan im Prinzip komplett alleine macht und ich nur hier und da, ab und an ein bisschen rumschaufele.
Die Maus, die bei meiner ersten gestrigen Fahrt ein paar Meter vor den Hunden über den Trail gelaufen ist, hat es leider nicht überlebt. Das Schneehuhn, welches Hary auf Skiern zwischen die Beine geflogen ist schon. Gut für das Hühnchen, dass er ohne Hunde unterwegs war.
Der eigene Wald ist sagenhaft. Einfach traumhaft schön. Und man kann von hier aus sogar ab und an die Sonne winken sehen.
Jeden Tag gehe ich mit Akira und Nanuk auf Schneeschuhen durch den Tiefschnee und spure so Wege und Trails rings um das Haus.
Ein ständiges
26. Oktober 2009
Auf und Ab zwischen Schnee, Kälte, Wärme und viel, viel Matsch ist auch nicht das Wahre…
Dazwischen noch Nebel und ein grauer Himmel, bedeckt von mit nassem Schnee “vollgestopften” Wolken.
Kaum zu glauben, dass hier in den Schulen gerade Herbstferien sind – in Deutschland entspricht das Wetter sehr all den letzten Winterferien, an die ich mich erinnern kann… ;)
Die meiste Zeit des Tages nimmt das Training der Hunde ein. Ansonsten: Frühs aufstehen und Futter vorbereiten, jeden zweiten Tag zu den Fütterungen Möhren raspeln (das geht aber relativ schnell, da reicht eine große Schüssel voll schon) etc. p.p. Zwischendurch noch die Hausarbeit (ich hätte gerne das “Aufräum-Gen” ;) von meiner Omi geerbt – es ist mir wirklich ein Rätsel wie man das gerne machen kann! =)), die bei dem Matschwetter und der Tatsache, dass man öfters zwischen Haus und Freiläufen hin und her springt, sowie der Hunde im Haus (Akira und Silver mit den Welpen) auch nicht gerade vermindert wird.
Das feuchte Wetter und die immer wieder kehrenden Abstecher in den Minusbereich (- bzw. eigentlich ist es hier viel, viel zu warm für diese Jahreszeit) sorgen für eine nette Eisschicht – “sehr schön”…
Ein toller Anblick heute: Zwei alte Frauen auf Sparks – sowas will ich auch in Deutschland haben!!!! Nur müsste ich mir dann auch Schnee und Eis mitbringen – der Teransport könnte sich da als schwierig erweisen…
Umpfff…
7. Oktober 2009
Ein optisch wirklich schönes Schneetreiben heute Morgen. Das ist dann aber auch schon alles…
Viel, viel Pappschnee bei Temperaturen um die Nullgrad bedeutet Feuchtigkeit und Tauwetter und das bedeutet wiederum das alles heute Nacht, wenn das Thermometer wieder in den Minusbereich sinkt, friert, vereist und spiegel-glatt wird.
Für den Fall das es dann nicht noch einmal wärmer wird, haben wir damit als unterste „Schneeschicht“ eben keinen Schnee sondern Eis… wie schön…
Was haben wir heute den ganzen Tag gemacht???
Schnee geschaufelt.
Und wie mir immer wieder netter Weise versichert wurde, ist das noch gar nichts!
Ich bekomme diesen Winter also mit Sicherheit jede Menge Oberarmmuskulatur, denn Schnee mit der Schneeschaufel über den 2 m (und an manchen Stellen höheren) Zaun der Freiläufe zu werfen wird mit der Zeit anstrengend, besonders wenn der Schnee so nass ist wie heute und dadurch auch schwerer. Außerdem bin ich alles andere als ein Riese =)
Soso, aber etwas habe ich mir fest vorgenommen – egal wie mir der Schnee in den kommenden Monaten vielleicht auf die Nerven geht: Wenigstens einen Schneemann wird es trotzdem geben =)
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Komischer Tag
15. September 2009
Arbeit über Arbeit
23. August 2009
Die Trainingssaison steht vor der Tür – bzw. hat im Prinzip schon begonnen und überall muss noch viel erledigt werden…
Hary hat heute morgen drei neue Hütten fertiggestellt, während ich ein Zelt repariert habe, die Preisliste und Reiseangebote für diese Saison sind auch so gut wie fertig und trotzdem gibt es Arbeit wo das Auge auch hinschaut. Neue Ruckdämpfer und Leinen müssen gemacht werden, verschiedenster Kleinkram will auch repariert sein, Hary muss die restlichen neuen Hütten bauen – die Welpen müssen in das Erwachsenenrudel integriert werden etc. p.p. und dann noch alle Haus-, Putz-, und Routinearbeit, welche die meisten Stunden des Tages schlucken und eben doch jeden Tag gemacht werden müssen und so wichtig sind.
Wird Zeit das hier mal noch ein zweiter Doghandler aufschlägt! Mich jedenfalls würde es freuen! =)
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Es ist wirklich
20. August 2009
sagenhaft! – Es ist August und wir haben nach einem kleinen Kälteeinsturz heute Nacht die 0°C-Marke tatsächlich nur knapp verfehlt. Die Folge war der erste Bodenfrost und eine glitzernde Landschaft, denn der Tau hatte sich auf allen Blättern in eine feine Eiskristallschicht verwandelt.
Wegen des immensen Temperaturunterschiedes zu dem Wasser der Seen, lag auch ein besonders dicker Nebel, der alle Geräusche, die mehr als wenige Meter entfernt waren, so stark dämpfte, dass man nicht mehr lokalisieren konnte aus welcher Richtung sie kamen oder die Geräusche gänzlich schluckte.
Kaum zu glauben aber wahr, sollten hier nicht noch einmal ein, zwei warme Wochen den ständigen Temperaturfall ablösen, dann hat in Schweden dieses Jahr der Herbst bereits Mitte August Einzug gehalten! – Und das, während man aus Deutschland von Temperaturen bis zu 37°C hört…
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Langsam aber sicher
17. August 2009
trudelt das Equipment für den Herbst und Winter ein.
U.a. dieses … ähm, ja: Messerchen. Ich sage nur es ist groß! Aber, egal wie bescheuert man damit vielleicht aussehen mag: Es ist ein Survivalmesser und keine Spinnermacke. In der Scheide des Messers sind u.a. noch die abgebildeten Dinge enthalten, im Griff des Messers noch einmal verschiedener Kleinkram. Das Messer ist ein Werkzeug und auch als ein solches zu verstehen! Man benötigt es beispielsweise zum Holzmachen etc.
Ich muss allerdings zugeben – im ersten Moment war ich von dem Messer auch ein bisschen … ich sage mal “überwältigt”. =)
Was gibt es sonst noch für neues Equipment für mich? Einen Schlafsack zum Anziehen (mit Ärmeln), Thermoskanne, Rucksack, Beintasche, Beil, Kompass, Schuhe, Regenjacke, Mützen etc.

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Jetzt, wo sich der Sommer
8. August 2009
langsam seinem Ende entgegen neigt und wir schon ein paar erste Herbsttage hatten, wird es langsam einmal Zeit einen kurzen Abriss darüber zu schreiben, was ein Doghandler während der trainingsfreien Sommerzeit eigentlich den lieben langen Tag so macht…
Natürlich müssen alle Hunde auch während dieser Sommer”pause” bewegt werden, was bei 20 Hunden, die ordentlich ziehen nicht mit Spazierengehen im herkömmlichen Sinne zu vergleichen ist. D.h. es werden pro Runde ein bis zwei Hunde genommen und mit ihnen mehrere Kilometer “gegangen”. Dieses “Gehen” sieht in etwa so aus, dass man sich mit seinem Gewicht nach Hinten lehnt und möglichst kleine Schritte mit leicht gebeugten Knien macht, um sich der Kraft der Hunde entgegenstemmen zu können. Nach den ersten Kilometern haben sich die Hunde meist etwas beruhigt und alles wird ein wenig entspannter =) Dann, zu Hause angekommen, trinkt man einen Tee, Kaffe oder was auch immer – und geht die nächste Runde.
Diese Runden geht man während der Nacht, da es tagsüber für die Hunde (und die Menschen ^^) einfach zu warm ist. Das geht ganz gut, da es wegen der Weißen Nächte, während der Nacht ohnehin hell ist. Mit anderen Worten, bei mir beginnt der Tag zur Zeit am späten Nachmittag und endet am nächsten Vormittag; man schläft also während des Tages.
Besonders viel Zeit in Anspruch nehmen die Kleinigkeiten, wie Füttern, die Hundefreiläufe säubern, den Welpenraum wischen etc. Nebenbei noch Abwaschen, Brotbacken und alles was sonst noch so nebenher laufen muss.
Dann geht es auch schon mit den Wintervorbereitungen los. Wie z.B. das von mir schon erwähnte Trailsnack herstellen, Leinen müssen gemacht werden, Booties genäht etc. pp.
Um zu einem Ende zu kommen und aus dem kurzen Abriss nicht eine lange Auflistung von Dingen die gemacht werden müssen werden zu lassen, fasse ich die Arbeit wie folgt zusammen: Arbeit gibt es genug, Hände zu wenige =)
Will man während des Semesters
7. August 2009
mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Land in die nächst liegende Stadt (in meinem Fall ist das Älvsbyn) kommen, dann ist die Sache im Grunde ziemlich einfach – denn es gibt nur eine Möglichkeit… ^^
Genau einmal in der Woche, an jedem Donnerstag, fährt ein Taxi von hier nach Älvsbyn, welches man per Anruf bestellen kann und für das man dann pro Fahrt nur 4 Euro bezahlen muss.
Gestern nun war ich beim Einkaufen mit in Älvsbyn. Kaum zu galuben, ich bin jetzt schon seit einem Monat hier und war noch nicht in Älvsbyn – wenn man mal von meiner Ankunft absieht – es ist unwahrscheinlich wie schnell die Zeit vergeht (haha, was für eine Erkenntnis).
Drei Stunden in Älvsbyn… und ich kann sagen, ich habe wohl alles Sehenswerte gesehen. =) Es gibt eine relativ lange Einkaufsstrasse und ? – tja. Naja, es gibt in Älvsbyn ein wirklich schönes Holzhaus mit tollen Ornamenten.
Hmm, das klingt jetzt ziemlich wenig – ABER es war trotzdem ein schöner und lustiger Ausflug.