Bei Temperaturen

7. Januar 2010

um die – 35°C  beginnt man den Begriff  ”klirrende Kälte” aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten.

Die Kälte verändert aber nicht nur die Luft: Während die Landschaft bei großer Hitze etwas schummriges und flirrendes erhält, wird sie bei großer Kälte unglaublich klar. Alles wirkt irgendwie, ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll, “sauber”. Die Luft, die Sonne, die Landschaft an sich.

Die Hunde kullern sich zwischen Laufen und Spielen im Stroh zu Kugeln zusammen und kuscheln sich eng aneinander.

Nebenbei streckt die Kälte ihre Finger nach unserem Stromgenerator aus, bei dem man sich beim Startleineziehen abwechseln muss um ihn überhaupt in Gang zu bekommen.

Beim Schlittenfahren ist es ratsam eine Gesichtsmaske und Überhandschuhe zu tragen. Wärend von den vor dem Schlitten laufenden Hunden Dampfwolken aus ihren Mäulern steigen und Tasthaare bei den Hunden, wie Wimpern bei den Menschen vereisen.

Unglaublich ist der fühlbare Unterschied der Temperatur zwischen Sonnen- und Schattenstellen. Fährt man aus einer längeren sonnenbeschienen Strecke in den Wald, hat man oft das Gefühl in eine Kältewand hinein zu fahren.

Schön, wenn man nach einem langen Tag draußen in das warme Haus kommt und das Feuer im Kamin knistern und prasseln hören kann.

Baden in der

9. Dezember 2009

Badetonne. Sehr schön! Außen ist es “kalt” (wir haben sage und schreibe um die Nullgrad… Da tropft es überall und die Straßen schwanken zwischen spiegelglatt und matschig) und innen kuschelig heiß. Man sitzt also in der Badetonne und hat eine Mütze auf dem Kopf.

Ansonsten die tollste Dusche meines Lebens kennengelernt… Rückenmasage, Fußrollen, Dampf, Wasserfall, Musik etc. p.p.

Nebenbei natürlich aber auch putzen, schrubben, saubermachen. UND am allerwichtigsten: Hunde, Hunde, Hunde.

„Matschig“

3. November 2009

ist zur Zeit die freundliche und wortneutrale Umschreibung, für das was sich beliebt Umgebung zu nennen.

Wir haben November – und TAUWETTER!!!!!!!!!!!!!!!! Ich bekomme die Krise! Plusgrade und lauter „erdbraune“ Hunde, die nachdem sie miteinander gespielt haben für Schlammpackungen Werbung machen könnten.

Ganz besonders lustig ist es, wenn es in der Nacht wieder friert und der Boden dann mit einer unglaublich glatten Eisschicht bedeckt wird und man dann aus irgendeinem Grund zu den Hunden raus muss. Z.B. um nachzusehen, ob bei den Welpen alles in Odrnung ist (die jetzt mit Mama Silver vollständig in den Welpenfreilauf gezogen sind). Während Taktuk nämlich schon voller Begeisterung aus der Hütte heraus und hinein klettert, hat beispielsweise Aujaq so manches Mal noch Probleme von vorne die Welpentreppe zu besteigen und scheitert kläglich beim Versuch sich von der Seite her hinaufzubugsieren… Sehr niedlich alles in allem.
blogoscoop

Ein ständiges

26. Oktober 2009

Auf und Ab zwischen Schnee, Kälte, Wärme und viel, viel Matsch ist auch nicht das Wahre…

Dazwischen noch Nebel und ein grauer Himmel, bedeckt von mit nassem Schnee “vollgestopften” Wolken.

Kaum zu glauben, dass hier in den Schulen gerade Herbstferien sind – in Deutschland entspricht das Wetter sehr all den letzten Winterferien, an die ich mich erinnern kann… ;)

Die meiste Zeit des Tages nimmt das Training der Hunde ein. Ansonsten: Frühs aufstehen und Futter vorbereiten, jeden zweiten Tag zu den Fütterungen Möhren raspeln (das geht aber relativ schnell, da reicht eine große Schüssel voll schon) etc. p.p. Zwischendurch noch die Hausarbeit (ich hätte gerne das “Aufräum-Gen” ;) von meiner Omi geerbt – es ist mir wirklich ein Rätsel wie man das gerne machen kann! =)), die bei dem Matschwetter und der Tatsache, dass man öfters zwischen Haus und Freiläufen hin und her springt, sowie der Hunde im Haus (Akira und Silver mit den Welpen) auch nicht gerade vermindert wird.

Das feuchte Wetter und die immer wieder kehrenden Abstecher in den Minusbereich (- bzw. eigentlich ist es hier viel, viel zu warm für diese Jahreszeit) sorgen für eine nette Eisschicht – “sehr schön”…

Ein toller Anblick heute: Zwei alte Frauen auf  Sparks – sowas will ich auch in Deutschland haben!!!! Nur müsste ich mir dann auch Schnee und Eis mitbringen – der Teransport könnte sich da als schwierig erweisen…

=)

blogoscoop

Umpfff…

7. Oktober 2009

Ein optisch wirklich schönes Schneetreiben heute Morgen. Das ist dann aber auch schon alles…

Viel, viel Pappschnee bei Temperaturen um die Nullgrad bedeutet Feuchtigkeit und Tauwetter und das bedeutet wiederum das alles heute Nacht, wenn das Thermometer wieder in den Minusbereich sinkt, friert, vereist und spiegel-glatt wird.
Für den Fall das es dann nicht noch einmal wärmer wird, haben wir damit als unterste „Schneeschicht“ eben keinen Schnee sondern Eis… wie schön…

Was haben wir heute den ganzen Tag gemacht???
Schnee geschaufelt.
Und wie mir immer wieder netter Weise versichert wurde, ist das noch gar nichts!
Ich bekomme diesen Winter also mit Sicherheit jede Menge Oberarmmuskulatur, denn Schnee mit der Schneeschaufel über den 2 m (und an manchen Stellen höheren) Zaun der Freiläufe zu werfen wird mit der Zeit anstrengend, besonders wenn der Schnee so nass ist wie heute und dadurch auch schwerer. Außerdem bin ich alles andere als ein Riese =)

Soso, aber etwas habe ich mir fest vorgenommen – egal wie mir der Schnee in den kommenden Monaten vielleicht auf die Nerven geht: Wenigstens einen Schneemann wird es trotzdem geben =)
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Die Wasserschüsseln

29. September 2009

in den Freiläufen, sind heute Nacht zum ersten mal zugefroren…
Inzwischen ist es Mittag und das Thermometer ist schon wieder auf 4°C hochgeklettert. Alles in allem ein sehr warmer September.

Zwischendurch darf man sich dann über so etwas freuen:

Elchbein

Ich meine, wenn hier schon Elche aus purem Spaß abgeschossen werden, können dann die Leute, die das tun, nicht wenigstens darauf achten, dass keine Körperteile rum liegen bleiben???
Nur gut, dass unsere Hunde so gut trainiert sind, dass sie auch “Leckerbissen” wie Elchbein, sofort auf das entsprechende Kommando hin fallen – und auch liegen – lassen!
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Heute Nacht

25. September 2009

schlich sich der erste richtige Frost in den Boden. Es ist Herbst.

Die ersten beiden Bilder zeigen vereistes Gras und Heidekraut – leider auf den Bildern nicht so gut zu erkennen. Die restlichen zeigen den Himmel über und rings um Storsund. Alle Fotos sind heute morgen zwischen etwa 6:00 und 6:30 entstanden… Unglaublich wie unterschiedlich der Himmel in verschiedene Richtungen fotografiert und mit wenigen Minuten Abstand aussehen kann!



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Heute hatten wir

31. Juli 2009

den ersten “richtigen” Herbsttag. Im Grunde müsste sich der Herbst mit seinem Einzug noch ein paar Wochen gedulten, doch heute Nacht war es angenehm kühl und es lag dichter, dicker Nebel. Die Nebel hier oben sind wunderschön und nicht mit denen, welche ich aus Deutschland kenne zu vergleichen. Sie steigen über einem der vielen Seen auf und wabern langsam aber stetig auf die umgebenden Wiesen und in die angrenzenden Nadelwälder. Manchmal tanzen sie über den Seen auf und ab oder bewegen sich in langen Nebelstreifen immer an einer bestimmten Stelle über das Wasser. Dieses Driften zeigt eine unterirdische Strömung an und bedeutet, dass das Eis an dieser Stelle im Winter dünn und schlecht befahrbar sein wird. – Das sind so die kleinen Dinge, die man nebenbei lernt, welche einem wenn man es nicht weiß auch nicht weiter auffallen, aber im Endeffekt doch so wichtig sind.

Wann der Nebel aufhört schön zu sein und anfängt die Nerven aufzureiben? Wenn er so dicht liegt, dass man selbst die Hunde an den Leinen nicht mehr sehen kann… Nur soweit hat der Herbst bisher noch nicht Einzug gehalten.

- Die Hunde auf den Fotos sind Cheyenne (schwarz) und Taiga (weiß).

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