Es ist geradezu
28. Januar 2010
biblisch!
Heute Morgen finde ich doch tatsächlich den Finnischen Meerbusen in der Küche vor. Unglaublich! Eine Meeresverlegung!!! Nur konnte ich Kronstadt nirgendwo entdecken…
Nein. =)
Hary hat wohl heute Nacht im Halbschlaf beim Wasser in ein Glas schenken, den halben Kanister in der Küche verkippt. Und als ich heute Morgen selber in die Küche kam, habe ich eben jene “Finnische-Meerbusen-Überschwemmung” vorgefunden. Das passiert also Mann wenn er müde ist.
Aber ich brauche mich gar nicht zu beschweren. Immerhin habe ich beim Schilderbrennen für die Trails (OBS! HUNDSPANN PÅ LEDEN etc. p.p.) gleich zweimal einen Buchstaben vergessen. Das passiert also Frau wenn sie müde ist.
Die Entscheidung, was davon nun belangloser ist bleibt jedem selbst überlassen. Tatsache ist, dass Frau beides wieder behoben hat – das sollte man bei seiner Entscheidungsfindung mit einkalkulieren. =)
Auf unbekannten Straßen
23. Oktober 2009
in der Nacht unterwegs zu sein, bringt einen ganz neuen Erfahrungsschatz mit sich.
Erscheinen einem bereits die wohlbekannten Wege, die man hunderte und hunderte Male begangen hat plötzlich merkwürdig fremd und es stechen einem mit einem Mal Bäume oder Gesteinsformationen ins Auge, welche man nie zuvor gesehen hat, so ist ein nicht vertrauter Weg doch noch einmal etwas ganz anderes. Insbesondere dann, wenn die Nacht eben nicht sternenklar und vom Mond erhellt ist.
Man verliert sein Gefühl für Distanzen. Weiß man bei bekannten Wegen und Straßen rein vom Intellekt her welche Strecke man bereits zurückgelegt hat und wie viel sich noch vor einem befindet, so bekommt man in einem unbekannten Gebiet schnell das Gefühl bereits eine ungeheure Distanz hinter dich zu haben, wenn man im Grunde erst wenige Kilometer voran gekommen ist. Hinzu kommt der Trug des Lichtes, welches von den verschiedensten Dörfern oder Städten ausgeht und welches einem – auch wenn es in Wahrheit noch dutzende von Kilometern entfernt ist – doch bereits zum Greifen nah erscheint, sodass man hinter jeder Biegung des Weges mit einer Siedlung rechnet.
Genau wie mit den Distanzen, verhält es sich mit der Zeit. Ist man noch nicht lange gegangen, vielleicht eine Stunde, kann einen schnell das Gefühl beschleichen, schon seit Stunden unterwegs zu sein…
All das wird noch einmal verstärkt, wenn man alleine und ohne Gesellschaft ist. Das sind Dinge, die man lernen muss. Zeit und Raum nicht mit dem Gefühl, sondern mit dem Verstand einzuschätzen.
(Und: Was ich hier versucht habe zu beschreiben, hat nichts mit Nachtwanderungen aus der Kindheit zu tun. ;))
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Umpfff…
7. Oktober 2009
Ein optisch wirklich schönes Schneetreiben heute Morgen. Das ist dann aber auch schon alles…
Viel, viel Pappschnee bei Temperaturen um die Nullgrad bedeutet Feuchtigkeit und Tauwetter und das bedeutet wiederum das alles heute Nacht, wenn das Thermometer wieder in den Minusbereich sinkt, friert, vereist und spiegel-glatt wird.
Für den Fall das es dann nicht noch einmal wärmer wird, haben wir damit als unterste „Schneeschicht“ eben keinen Schnee sondern Eis… wie schön…
Was haben wir heute den ganzen Tag gemacht???
Schnee geschaufelt.
Und wie mir immer wieder netter Weise versichert wurde, ist das noch gar nichts!
Ich bekomme diesen Winter also mit Sicherheit jede Menge Oberarmmuskulatur, denn Schnee mit der Schneeschaufel über den 2 m (und an manchen Stellen höheren) Zaun der Freiläufe zu werfen wird mit der Zeit anstrengend, besonders wenn der Schnee so nass ist wie heute und dadurch auch schwerer. Außerdem bin ich alles andere als ein Riese =)
Soso, aber etwas habe ich mir fest vorgenommen – egal wie mir der Schnee in den kommenden Monaten vielleicht auf die Nerven geht: Wenigstens einen Schneemann wird es trotzdem geben =)
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Die Wasserschüsseln
29. September 2009
in den Freiläufen, sind heute Nacht zum ersten mal zugefroren…
Inzwischen ist es Mittag und das Thermometer ist schon wieder auf 4°C hochgeklettert. Alles in allem ein sehr warmer September.
Zwischendurch darf man sich dann über so etwas freuen:
Ich meine, wenn hier schon Elche aus purem Spaß abgeschossen werden, können dann die Leute, die das tun, nicht wenigstens darauf achten, dass keine Körperteile rum liegen bleiben???
Nur gut, dass unsere Hunde so gut trainiert sind, dass sie auch “Leckerbissen” wie Elchbein, sofort auf das entsprechende Kommando hin fallen – und auch liegen – lassen!
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Zur Frage,
27. September 2009
ob ich die Bilder von Vorgestern in irgend einer Weise mit Fotoshop bearbeitet habe: Nein, kein einziges der Bilder ist auch nur zugeschnitten, geschweige denn Farbverändert… Die Farben sind allerdings wirklich toll! Aber wenn man hier zur richtigen Zeit unterwegs ist, was ich, da wir sehr viel nachts trainieren auch so gut wie immer bin, dann kann man solche Sonnenaufgänge öfters erleben. Der Himmel ist hier ohnehin einfach umwerfend: Die Nächte sind unglaublich weit und die Sonnenauf- und untergänge (wie man ja auch auf den Fotos sehen kann) wirklich beieindruckend – oder, wie ich auch schon geschrieben habe, sehr, sehr kitschig… =) Aber schön kitschig, zumindest wenn man es in Natura erlebt! =)
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Heute Nacht
25. September 2009
schlich sich der erste richtige Frost in den Boden. Es ist Herbst.
Die ersten beiden Bilder zeigen vereistes Gras und Heidekraut – leider auf den Bildern nicht so gut zu erkennen. Die restlichen zeigen den Himmel über und rings um Storsund. Alle Fotos sind heute morgen zwischen etwa 6:00 und 6:30 entstanden… Unglaublich wie unterschiedlich der Himmel in verschiedene Richtungen fotografiert und mit wenigen Minuten Abstand aussehen kann!
Massak braucht auch seine Bewegung,
13. September 2009
weil er aber noch Junghund ist und daher auf Grund seines noch nicht vollständig ausgebildeten Skelettes, die nächsten 1 ½ Jahre bis er zwei Jahre alt ist, auch noch nicht arbeiten darf, kommt für ihn das Laufen am Fahrrad mit den anderen nicht in Frage. Also heißt es Spazierengehen und weil es sinnlos wäre nur mit einem Hund zu gehen nimmt man also immer noch gleich einen der „Großen“ mit.
Ich war also letzte Nacht mit Massak und Sugar auf der Trainingsstrecke zu Fuß unterwegs und auf Grund der derzeitigen klaren Nächte braucht man auch kein Headset. Eine gute Möglichkeit sich einmal an den Weitstrahler zu gewöhnen. Dieser ist zwar nicht sehr schwer, aber von seiner Größe her ein wahrer Klotz. Also noch einen Schulterriemen gemacht, den Weitstrahler umgehängt und mit den beiden Hunden los.
Dumm wenn es gerade dieses Notfalllicht ist, welches dann Probleme bereitet. Da der Strahler neu war, war das Gehäuse offenbar nicht fest genug zusammengedreht und der vordere Teil, da wo die Lampe drinnen sitzt, fiel mir mitten auf der Strecke mit einem lauten Klong auseinander… Bei der trüben Mond-Sternen-Beleuchtung Einzelteile zusammensuchen, von denen man keine Ahnung hat wieviele es sind oder wie sie wieder richtig zusammengebaut werden müssen und zwei Hunden am Handgelenk, die weiter wollen, ist dann weniger lustig – dann bräuchte man nämlich mal das Extra-Licht… ;)
Wie auch immer, ich habe alles gefunden und wieder zusammengebaut und das Gehäuse diesmal auch schön fest zugedreht.
Nach tagelangem,
11. September 2009
fast ständigem Dauerregen, hatten wir gestern endlich wieder einen wunderschönen, sonnigen Tag (was mir sehr recht kam, da ich wieder in Älvsbyn einkaufen war).
Die folgende Nacht, war eine der schönsten bislang. Ein endlos klarer Himmel, übersät mit Sternen und einem stralhenden riesigen Halbmond in der Mitte des dunklen Nirgendwos. In so einer Nacht unterwegs zu sein ist unglaublich. Wenn man stehen blaibt und die eigenen Schritte, das Tapsen der vielen Pfoten und das Hecheln der Hunde langsam verklingt, dann ist Stille, ein absolutes, alles umschließendes Schweigen. Die dunklen Silhouetten der Bäume und Felsen erheben sich wie gewaltige Scherenschnitte links und rechts, zu beiden Seiten des Weges – und über einem dieser endlose Himmel.
Wie soll man so eine Nacht beschreiben? Es gibt Momente, die man erleben muss und wo Worte im Nachhinein nur wie ein kläglicher Abklatsch erscheinen.
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Ich bin bereits
10. September 2009
über zwei Monate hier! Das ist wirklich der Wahnsinn! Die Zeit fliegt vorbei als hätte sie ein Rendezvous in der Vergangenheit – mir kommt es so vor, als würde auf den Morgen gleich der Abend folgen und die Stunden dazwischen würden wie Rauch verpuffen.
Vor einer Woche war ich bei Marit in der Sauna und ich kann kaum glauben, dass es schon wieder so lange her ist. Der Saunabesuch war sehr schön. Nach dem Schwitzen steht man draußen in der Dunkelheit und genießt die kühle Nachtluft und wenn einem zu kalt wird kann man gleich wieder in die Sauna, bis der ganze Körper wieder richtig heiß ist. Schade, dass Hary keine private Haussauna hat. =(
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