Unglaublich
11. Januar 2010
warmes Wetter!
Heute Morgen, als ich mit Akira und Nanuk unterwegs war und mich bereits relativ kühl angezogen hatte, habe ich trotzdem und tatsächlich geschwitzt! Einfach unfassbar! Und das im Januar!
Nichtsdestoweniger ist das Wetter kurz gesagt: toll!
Die beleuchtete Skispur in Storbrännan bietet mit ihren vielen Hügeln, Kurven und steilen Abfahrten eine fantastische Trainingstrecke! Sehr schön!
Meine bisher ausnahmslos gute Erfahrung mit den Menschen hier, hebt sich deutlich von den Erfahrungen, die ich in Storsund gesammelt habe ab.
Auch die Skidoofahrer sind hier ganz anders, als ich sie bisher kennen gelernt habe. Sie fahren tatsächlich langsam oder halten gar an, wenn man ihnen mit einem Hundspann begegnet!
Zwei Orte, zwei Welten.
Heute habe ich die Kilometer der Hunde zusammengerechnet und trotz der riesigen Trainingsausfälle über Wochen, sowie der Tatsache, dass wir in letzter Zeit über einige gefahrene Kilometer kein Buch geführt haben, sind es alles zusammen schon 3202 km! Sicher nicht optimal, aber wenn man die Situation der letzten Wochen und Monate bedenkt, doch sagenhaft!
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Ein wunderschöner
11. November 2009
„Matschig“
3. November 2009
ist zur Zeit die freundliche und wortneutrale Umschreibung, für das was sich beliebt Umgebung zu nennen.
Wir haben November – und TAUWETTER!!!!!!!!!!!!!!!! Ich bekomme die Krise! Plusgrade und lauter „erdbraune“ Hunde, die nachdem sie miteinander gespielt haben für Schlammpackungen Werbung machen könnten.
Ganz besonders lustig ist es, wenn es in der Nacht wieder friert und der Boden dann mit einer unglaublich glatten Eisschicht bedeckt wird und man dann aus irgendeinem Grund zu den Hunden raus muss. Z.B. um nachzusehen, ob bei den Welpen alles in Odrnung ist (die jetzt mit Mama Silver vollständig in den Welpenfreilauf gezogen sind). Während Taktuk nämlich schon voller Begeisterung aus der Hütte heraus und hinein klettert, hat beispielsweise Aujaq so manches Mal noch Probleme von vorne die Welpentreppe zu besteigen und scheitert kläglich beim Versuch sich von der Seite her hinaufzubugsieren… Sehr niedlich alles in allem.
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Anscheinend
1. November 2009
Auf unbekannten Straßen
23. Oktober 2009
in der Nacht unterwegs zu sein, bringt einen ganz neuen Erfahrungsschatz mit sich.
Erscheinen einem bereits die wohlbekannten Wege, die man hunderte und hunderte Male begangen hat plötzlich merkwürdig fremd und es stechen einem mit einem Mal Bäume oder Gesteinsformationen ins Auge, welche man nie zuvor gesehen hat, so ist ein nicht vertrauter Weg doch noch einmal etwas ganz anderes. Insbesondere dann, wenn die Nacht eben nicht sternenklar und vom Mond erhellt ist.
Man verliert sein Gefühl für Distanzen. Weiß man bei bekannten Wegen und Straßen rein vom Intellekt her welche Strecke man bereits zurückgelegt hat und wie viel sich noch vor einem befindet, so bekommt man in einem unbekannten Gebiet schnell das Gefühl bereits eine ungeheure Distanz hinter dich zu haben, wenn man im Grunde erst wenige Kilometer voran gekommen ist. Hinzu kommt der Trug des Lichtes, welches von den verschiedensten Dörfern oder Städten ausgeht und welches einem – auch wenn es in Wahrheit noch dutzende von Kilometern entfernt ist – doch bereits zum Greifen nah erscheint, sodass man hinter jeder Biegung des Weges mit einer Siedlung rechnet.
Genau wie mit den Distanzen, verhält es sich mit der Zeit. Ist man noch nicht lange gegangen, vielleicht eine Stunde, kann einen schnell das Gefühl beschleichen, schon seit Stunden unterwegs zu sein…
All das wird noch einmal verstärkt, wenn man alleine und ohne Gesellschaft ist. Das sind Dinge, die man lernen muss. Zeit und Raum nicht mit dem Gefühl, sondern mit dem Verstand einzuschätzen.
(Und: Was ich hier versucht habe zu beschreiben, hat nichts mit Nachtwanderungen aus der Kindheit zu tun. ;))
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Spuren im Schnee
22. Oktober 2009
Ich glaube ich habe ein neues Interessengebiet von mir entdeckt!
Und zwar das Fährten- oder Spurenlesen.
Unterwegs mit den Hunden begegnen wir immer wieder neuen Abdrücken im Schnee und es ist unglaublich spannend und macht tierischen Spaß zu erfahren von welchem Tier diese Spur stammt und wie alt sie vermutlich ist!
Ich denke, damit werde ich mich in nächster Zeit näher beschäftigen! =)
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Eine ganze Woche
18. Oktober 2009
lang ist hier nichts Erwähnenswertes passiert und von mir aus hätte das auch gerne so bleiben können.
Gestern fahren wir gerade mit vier Hunden vom Training zurück ins Dorf, als der nächste „Autounfall“ passierte. Von vorne kam ein Auto auf uns zu und da ich mit meinen zwei Hunden vor Hary fuhr, sah ich es entsprechend zu erst und gab das Zeichen zum Anhalten. Was wir beide nicht sahen oder sehen konnten, war, dass direkt hinter uns ein zweites Auto um die Kurve kam. Hary springt zwischen Auto und Hunde, da das Auto nicht für eine Sekunde bremst und geradewegs auf Merlin und Thunder zufährt, so dass nur noch die Wahl zwischen Hunde überfahrenlassen oder selbst vors Auto springen bleibt; aber wer glaubt, dass das Auto dann stoppt, damit Hary genug Zeit hat um die Hunde zur Seite zu nehmen, der hat sich gewaltig getäuscht! Stattdessen fährt die Autofahrerin munter weiter, Hary auf der Motorhaupe, die Leine vom Bauchgurt unter dem Auto lang, so dass sie zwischen den Vorderrädern, Hary nicht die Möglichkeit zum Abspringen gibt, da auf der anderen Seite das Gewicht von Thunder und Merlin, die auf dem Rücken mitgeschleift werden Hary immer weiter Richtung Boden – genau unter das Auto – zieht.
Während die Hunde verzweifelt versuchten wieder auf die Beine zu kommen, gab die Autofahrerin noch Gas, so dass Hary mit einem Klatsch auf dem Boden lag und die Frau über sein rechtes Bein fuhr. Hary schrie vor Schmerz, die Hunde waren wie betröppelt ––––– und die Autofahrerin beging kurz gesagt Fahrerflucht!, denn nicht mal als sie über Harys Bein drüber war hielt sie an…
Schön nicht?
Die Fahrer aus dem ersten Auto kamen sofort um zu helfen. Sie waren es auch, die die Polizei anriefen während ich nacheinander die zwei Hundepaare in die Freiläufe brachte. Als die vier wieder sicher in den Freiläufen waren und ich zurück zur Unfallstelle wollte, um nun zu sehen, was mit Hary war, hatte sich zu der “munteren Gesellschaft” der Lebensgefährte der Autofahrerin gesellt und redete auf die Augenzeugen ein – ich brachte Hary nach Hause.
Später bei der Polizeiaussage durfte man dann erfahren, dass die drei Augenzeugen am Unfallort, der Polizei gegenüber ausgesagt hatten, dass sie erst nach dem Geschehen, als alles schon vorbei war dazu gekommen wären…
Wie das jetzt mit dem Lebensgefährten der Frau zusammenhängt kann sich wohl jeder selbst zusammenreimen…
Ich frage mich langsam, ob ich nach Schweden gekommen bin, um etwas über Hunde zu lernen oder um in einem Gruselkabinett mitzuspielen.
Ein Gruselkabinett in dem Autofahrer nicht davor zögern über Hunde zu fahren und auch nicht vor den Besitzern halt machen, wenn diese versuchen ihre Vierbeiner zu schützen.
Ich wurde
13. Oktober 2009
von verschiedenen Seiten und auf verschiedenen Wegen um einen Kommentar zu den Geschehnissen der letzten Tage gebeten. Ich für meinen Teil, wollte gerne erst abwarten wie sich alles entwickelt und dann kommetieren.
Jetzt schreibe ich also den Ablauf der Dinge aus meiner Sicht!
Als ich nach Schweden kam, war eines der ersten Dinge die mir gesagt wurden, dass ich vorsichtig sein solle, da hier im Dorf ein paar Leute ein bisschen “eigen” wären. Damals dachte ich soviel wie “Jaja, alles klar…”. Kurz, ich glaubte es nicht wirklich.
Aber man kann es durchaus “eigen” nennen, wenn man sobald man aus dem Haus geht innerhalb von wenigen Minuten immer dem gleichen Auto begegnet, was im Schritttempo an einem vorbei fährt und guckt was man macht – andere würden soetwas als Stalking bezeichnen…
Oder wenn man Hary auf dem Fahrrad mit zwei Hunden das Tor öffnet und man sieht, wie er fast überfahren wird – von einem ebenfalls “bekannten” Auto, das viel, viel Zeit zum Bremsen gehabt hätte.
Oder wenn zwei Welpen hupend durch das ganze Dorf gejagt werden…
Oder, oder, oder…
Samstag Nachmittag jedenfalls, sind Hary und ich gleichzeitig los. Hary mit dem Rad und Taiga und Snow. Ich zu Fuß mit Akira und Massak. Dann gab es ersteinmal einen Schuss mit dem Luftgewehr aus der Nähe (der ganz “zufälliger Weise” meist dann ertönt, wenn einer von uns mit den Hunden das Haus verlässt oder aber auch wenn die Hunde ein Heulkonzert geben…), das war’s dann aber auch und wir sind also los.
Als ich etwa sieben Kilometer von hier entfernt war rief mich Hary an, ich solle nach Hause kommen, gerade habe der “Sheriff” (er wird von allen nur so genannt) versucht ihn, Taiga und Snow zu überfahren (was ihm bei anderen Hunden, die nicht zur Seite gesprungen wären wohl auch gelungen wäre).
Tja, das ist der Kommentar dazu. Hary ist wohl etwas ausgeflippt, weil es immer und immer wieder passsiert (wie ich selber ja auch schon gesehn habe s.o. – die Polizei nimmt hier bei soetwas aber nicht einmal Strafanzeige auf…) und die Polizei hat ihn verhaftet.
Eine Bekannte aus dem Dorf und ich haben uns dann bis heute um die Hunde gekümmert und nachher kommt Hary auch schon wieder.
Was soll ich sagen, ich war nicht dabei, ich habe aber hier schon Dinge erlebt, die ich als Aussenstehender kaum glauben könnte. Für die Fahrweise gewisser Personen hier wäre der Führerschein in Deutschland schon hunderte Male entzogen worden und für das Verhalten schon hunderte Male Untersuchungen angestrengt worden…
Was ich viel interessanter finde: Es kursieren ja diverse Seiten im Internet – da braucht man nur mal “Hary Rybak” bei Google einzutippen. Gut, dass ich das nicht gemacht habe bevor ich her gekommen bin, da wird einem nämlich Angst und Bange…
Was ich schon vorher wusste war, dass Hary vor etwas über zehn Jahren wirklich im Gefängnis war. Aber naund? Danach beurteile ich keinen Menschen! Wie dem auch sei was mit Harys “Geschäften” ist weiß ich nicht. Wir unterhalten uns über so etwas nicht, ich bin hier um viel, viel, viel über die Hunde zu lernen (und da hat Hary wirklich Ahnung) und nicht darüber wie man einen Onlineshop führt o.ä.
Wie gesagt, das weiß ich nicht. Was ich aber weiß, dass ich sehr wohl existiere. Und jedem der den Mist auf den Internetseiten auch nur Ansatzweise glaubt, der sollte den Scheiß mal genau lesen! Am 8. September 2009 schreibt “haraldmu” u.a.: “Mittlerweile benutzt Rybak weitere Pseudonyme, wie zum Beispiel „Bonita“ oder ähnliche, um in weiteren Blogs Lügenmärchen, die nur in seiner Phantasie existieren, zu verbreiten.
Nachbarn übermitteln uns fast täglich neue (Horror-)Geschichten. Unter anderem gibt es keinen einzigen Helfer bei Rybak…”
Gestern, also am 12. Oktober, schreibt “haraldmu” dann in seinem Blog eine persönliche “Mitteilung an Bonita”..
?????
HALLO-O, geht’s noch? Wie blöd ist der Autor denn??? Erst versucht er aller Welt Glauben zu machen, dass ich nicht existiere und jetzt gibt er auf der gleichen Seite zu, dass er lügt!?!?! Ich bin ja sehr gespannt ob er einen der Artikel löscht… (Kopien habe ich selbstverständlich längst gemacht…)
Und das aller Schärfste, jeder der mich kennt kann wohl bezeugen, dass ich genau das Gegenteil von einer Person bin, die sich “direkt ins Gesicht spuk(en)” lässt, “an den Haaren herumzieh(en)” lässt etc. p.p. Und zu den Bildern, die es da “gibt”: Da ich ja die angeblich “Geschädigte” bin:
Bitte, bitte lieber Autor veröffentliche sie, ich erlaube es dir hiermit in aller Form. Und ich hoffe sehr, dass du sehr, sehr gut in Fotoshop bist…
Immerhin haben die Autoren dieser Seiten gestern Abend erreicht, dass ich richtig, richtig wütend geworden bin! Strafanzeige werde ich auf jeden Fall stellen. Hallo, fangen die jetzt auch noch an mich zu verleumden oder was? Vermutlich bringt es nichts, aber jetzt wurde mir auch schon der Krieg erklärt – und was habe ich den Leuten, die Hary offenbar so schrecklich hassen, getan??? Nichts! Absolut nichts! Es scheint offenbar zu reichen, hier bloß mit den Hunden arbeiten zu wollen um ins Schussfeld zu geraten!
Egal was passiert und wie das hier ausgeht, eins habe ich gelernt: wie leicht es sein kann jemand anderem das Leben zu zerstören. Man streue einfach viele Unwahrheiten, gewürzt mit ein, zwei Fakten (da reicht ja schon die reale Adresse oder die Tatsache, dass jemand im Gefängnis war oder dass jemand exzentrisch bis zum Umfallen ist), verbreite es möglichst großflächig und schon hat man erreicht, was man erreichen wollte…
Zur Frage,
27. September 2009
ob ich die Bilder von Vorgestern in irgend einer Weise mit Fotoshop bearbeitet habe: Nein, kein einziges der Bilder ist auch nur zugeschnitten, geschweige denn Farbverändert… Die Farben sind allerdings wirklich toll! Aber wenn man hier zur richtigen Zeit unterwegs ist, was ich, da wir sehr viel nachts trainieren auch so gut wie immer bin, dann kann man solche Sonnenaufgänge öfters erleben. Der Himmel ist hier ohnehin einfach umwerfend: Die Nächte sind unglaublich weit und die Sonnenauf- und untergänge (wie man ja auch auf den Fotos sehen kann) wirklich beieindruckend – oder, wie ich auch schon geschrieben habe, sehr, sehr kitschig… =) Aber schön kitschig, zumindest wenn man es in Natura erlebt! =)
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Heute Nacht
25. September 2009
schlich sich der erste richtige Frost in den Boden. Es ist Herbst.
Die ersten beiden Bilder zeigen vereistes Gras und Heidekraut – leider auf den Bildern nicht so gut zu erkennen. Die restlichen zeigen den Himmel über und rings um Storsund. Alle Fotos sind heute morgen zwischen etwa 6:00 und 6:30 entstanden… Unglaublich wie unterschiedlich der Himmel in verschiedene Richtungen fotografiert und mit wenigen Minuten Abstand aussehen kann!






















