So,

31. Januar 2010

was kann man schreiben?

Die Hunde machen sich klasse und das Fahren macht unglaublich viel Spaß.

Es schneit ohne Unterlass, was weniger schön ist, da man ob des vielen Schneeschaufelns weniger als normal zu eben jenem, oben genannten, Fahren kommt.

La Luna und LeiLani machen sich gut und integirieren sich gut in die Teams.

Nanuk kommt in die Pupertät und testet aus was er sich erlauben kann und was nicht.

Akira läuft liebend gerne an den Skiern und da sie zu alt zum Schlitten ziehen ist, hält sie diese Beschäftigung wunderbar fit.

Merlin und Taiga haben nach ihrem “Ausflug” inzwischen wieder Substanz zugelegt und sind, wie alle anderen auch, ganz wild darauf zu Laufen.

Twisters Gruppe hat nun auch einen provisorischen, aber doch feinen Auslauf bis zum Sommer, wenn die großen Freiläufe neu gebaut werden müssen.

Rookie hat Harys Socken, sowie diverse andere Dinge, gestohlen und zerlegt ;)

Ach, und bevor ich es vergesse: Meine Kamera ist zwar kaputt, aber Harys hat wieder eine neue Ladeschale, das heißt, dass es sicher endlich bald wieder Bilder gibt.

Meine ersten

26. Januar 2010

wirklichen “Rentierfahrten” habe ich nun auch hinter mir. Und ich kann nur aufs Neue wiederholen: Rentiere sind im Kopf nicht die schnellsten!

Relativ unspektakulär sind die Fahrten, wo die Rentiere nur in einigen Metern Abstand neben dem Trail stehen und nichts tun oder weiter in den Wald hinein oder über das Feld hinweg verschwinden. Interessant war heute eine kleine Herde von um die 50 Tiere, welche direkt neben dem Trail lag und genau im falschen Moment, sprich als die Hunde schon fast vorbei waren (so eine lagernde Herde streckt sich dann ja über einige duzend Meter) schlussendlich realisierte, dass da ja HUNDE vorbei laufen und in Panik aufsprangen um wegzulaufen. Wobei diese “Panik” auch sehr gemächlich vonstatten ging. À la: “Hmmm, hmmm, hmmm… Läuft da was annnnn unnnns vorrrrrrrrrrrrrrrrrrbbbeeeeeeeeeiiiiiiiiii???????????? Wassss isssttt deeeeeeeeeennnn das? Hmmm, hmmm, hmmm. Dasss sind jaaa Hunnndddeeee??? —– … —– Hmmmm, Momennnnntttt maaaaaaaaaaalllllllllllll. Hunnndeeeeee??? Hundeee! HUNDE!!!!!! —– ….. —– Öhhhhh???? Undddd wassss maccchhhhe ichhhhh dennnn jetzttttt???? Hmmm. Icchhhh glauuubeeee ichhhhhh stehhhhheeeeee maaaaaaaaaalllllll auf… Jaaa genauuu, dasss machhe ich! —– … —– Undddd jetzzzt???? Weglauuufennnn? Weglauuuufennn? Weglauuufennn? WEGLAUFEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”

Gestern hatte ich auch ein lustiges Grüppchen, von etwa zehn Tieren, auf dem Trail. Ich komme um eine Kurve und da stehen sie. Aber nein, selbstverständlich laufen sie nicht in den Wald, sondern schön vor mir den Trail entlang…

Schneehühner gibt es natürlich auch – die (ganz ähnlich wie die Rentiere) sich bevorzugt dann in Bewegung setzten, sprich auffliegen, wenn man schon fast vorbei ist.

Nun ja, so sieht man zumindest das schwedische Tierreich! =)

Bei Temperaturen

7. Januar 2010

um die – 35°C  beginnt man den Begriff  ”klirrende Kälte” aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten.

Die Kälte verändert aber nicht nur die Luft: Während die Landschaft bei großer Hitze etwas schummriges und flirrendes erhält, wird sie bei großer Kälte unglaublich klar. Alles wirkt irgendwie, ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll, “sauber”. Die Luft, die Sonne, die Landschaft an sich.

Die Hunde kullern sich zwischen Laufen und Spielen im Stroh zu Kugeln zusammen und kuscheln sich eng aneinander.

Nebenbei streckt die Kälte ihre Finger nach unserem Stromgenerator aus, bei dem man sich beim Startleineziehen abwechseln muss um ihn überhaupt in Gang zu bekommen.

Beim Schlittenfahren ist es ratsam eine Gesichtsmaske und Überhandschuhe zu tragen. Wärend von den vor dem Schlitten laufenden Hunden Dampfwolken aus ihren Mäulern steigen und Tasthaare bei den Hunden, wie Wimpern bei den Menschen vereisen.

Unglaublich ist der fühlbare Unterschied der Temperatur zwischen Sonnen- und Schattenstellen. Fährt man aus einer längeren sonnenbeschienen Strecke in den Wald, hat man oft das Gefühl in eine Kältewand hinein zu fahren.

Schön, wenn man nach einem langen Tag draußen in das warme Haus kommt und das Feuer im Kamin knistern und prasseln hören kann.

Drei Tage

5. Januar 2010

kein Neuschnee, bedeutet drei Tage kein Schneeschaufeln, bedeutet drei Tage mehr Zeit für andere Dinge.

Und weil so schönes Wetter draußen ist, habe ich auch gar keine Lust zu schreiben und gehe jetzt lieber Schlittenfahren! =)

Gestern mit dem Schlitten

31. Dezember 2009

in den Graben gefahren – ömpffff…

Zu meiner Verteidigung ist nur zu sagen: Er lag direkt hinter einem steilen Abhang, es war Dunkel und wir hatten Schneetreeiben – man konnte ihn nicht sehen und ich habe Trailgebrochen, bin diese Strecke also noch nie zuvor gefahren gewesen.

Überhaupt gibt sich Frau Holle alle Mühe, dass wir zuschneien. Und das einzige Mittel dagegen ist Schneeschaufeln, fairer Weise muss ich sagen, dass Hary das momentan im Prinzip komplett alleine macht und ich nur hier und da, ab und an ein bisschen rumschaufele.

Die Maus, die bei meiner ersten gestrigen Fahrt ein paar Meter vor den Hunden über den Trail gelaufen ist, hat es leider nicht überlebt. Das Schneehuhn, welches Hary auf Skiern zwischen die Beine geflogen ist schon. Gut für das Hühnchen, dass er ohne Hunde unterwegs war.

Der eigene Wald ist sagenhaft. Einfach traumhaft schön. Und man kann von hier aus sogar ab und an die Sonne winken sehen.

Jeden Tag gehe ich mit Akira und Nanuk auf Schneeschuhen durch den Tiefschnee und spure so Wege und Trails rings um das Haus.

Ein ständiges

26. Oktober 2009

Auf und Ab zwischen Schnee, Kälte, Wärme und viel, viel Matsch ist auch nicht das Wahre…

Dazwischen noch Nebel und ein grauer Himmel, bedeckt von mit nassem Schnee “vollgestopften” Wolken.

Kaum zu glauben, dass hier in den Schulen gerade Herbstferien sind – in Deutschland entspricht das Wetter sehr all den letzten Winterferien, an die ich mich erinnern kann… ;)

Die meiste Zeit des Tages nimmt das Training der Hunde ein. Ansonsten: Frühs aufstehen und Futter vorbereiten, jeden zweiten Tag zu den Fütterungen Möhren raspeln (das geht aber relativ schnell, da reicht eine große Schüssel voll schon) etc. p.p. Zwischendurch noch die Hausarbeit (ich hätte gerne das “Aufräum-Gen” ;) von meiner Omi geerbt – es ist mir wirklich ein Rätsel wie man das gerne machen kann! =)), die bei dem Matschwetter und der Tatsache, dass man öfters zwischen Haus und Freiläufen hin und her springt, sowie der Hunde im Haus (Akira und Silver mit den Welpen) auch nicht gerade vermindert wird.

Das feuchte Wetter und die immer wieder kehrenden Abstecher in den Minusbereich (- bzw. eigentlich ist es hier viel, viel zu warm für diese Jahreszeit) sorgen für eine nette Eisschicht – “sehr schön”…

Ein toller Anblick heute: Zwei alte Frauen auf  Sparks – sowas will ich auch in Deutschland haben!!!! Nur müsste ich mir dann auch Schnee und Eis mitbringen – der Teransport könnte sich da als schwierig erweisen…

=)

blogoscoop

Heute Nacht

12. August 2009

waren wir zum ersten Mal mit Headsets/Stirnlampen unterwegs. Nicht, dass es schon so dunkel wäre, als dass man sie unbedingt bräuchte, aber die Hunde müssen sich wieder – und ich völlig neu – an sie gewöhnen.

Ein bisschen anders als bei gewöhnlichen Stirnlampen ist es schon. – Da die Batterien bei einer Normalen Stirnlampe im Winter einfrieren würden und das ganze Headset dadurch unbrauchbar wäre, werden die Akkus in einem seperaten Batteriefach direkt am Körper getragen und dadurch mittels der Körperwärme funktionstüchtig gehalten. Über ein Kabel läuft die Energieversorgung zu den Lampen (LED oder Halogen in unterschiedlichen Helligkeitsstufen verstellbar). Da die Halogenlampe wesentlich mehr Strom als die LED-Lampe frisst und man durch zweitere auch seine Nachtsichtigkeit nicht so stark einbüßt, wird also auf LED-Licht gestellt – und schon ist die Nacht eine Welt der Konturen…

Generell gilt aber: Die Stirnlampe nur dann anschalten wenn es wirklich nötig ist! Denn wenn man nicht gespurte Skidoowege fährt, an welchen alle paar zig Kilometer den Musher eine Tasche mit Ersatzbatterien etc. erwartet, sondern Wildtrails (teilweise über mehere Wochen) dann heißt es Energie sparen. …Alle nötigen Batterien (auch die Ersatzbatterien) müssen schließlich während der gesamten Reise am Körper getragen werden und da kommen dann schon ein paar Kilo zusammen. ABER hat man die Wahl zwischen echten Wildtrails, die genauso wie früher befahren und vom Musher erst gebrochen werden müssen und planierten Skidoowegen – mit anderen Worten die Wahl zwischen einer traditionellen Fahrt, bei welcher man lernt, was Schlittenhundefahren in der Realität bedeutet und einem schlichten Hinten-auf-den-Schlitten-stellen und dann die Hunde dem ersten Schlitten des Reiseleiters hinterherlaufen lassen – ist dann die Entscheidung wirklich schwer? Oder gar die Mühe die Batterien mitzutragen? Ich finde nicht! Und ich würde mich immer für die erste Erfahrung entscheiden!

blogoscoop

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