Die Schneepause

19. Januar 2010

ist vorbei und es schneit wieder. Bleibt die Frage wieviel es diesmal wird.

Durch die Schneewolken bedingt kann man die Sonne nicht mehr sehen und alles erscheint wie eine Mischung aus Grau, Silber und Weiß.

Unsere Ausreißer Merlin und Taiga müssen sich wieder langsam in den Tagesablauf integrieren und dürfen die nächsten Tage noch nicht wieder mit den anderen Laufen, damit sie möglichst schnell die verlorene Substanz wieder zulegen können. Die sechs Tage, in denen sie weg waren, haben sie sehr dünn werden lassen.

Ich brenne nebenher fleißig Schilder, hauptsächlich für die Trails, was mit einem Elektroschneider mit gerader Klinge gar nicht so einfach ist. Mittlerweile bekomme ich die “o’s”, “a’s”, “b’s” etc. – also alles was Rundungen hat und sich dadurch mit einer geraden Schneide schlecht brennen lässt – jedoch recht gut hin. =)

Bei Temperaturen

7. Januar 2010

um die – 35°C  beginnt man den Begriff  ”klirrende Kälte” aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten.

Die Kälte verändert aber nicht nur die Luft: Während die Landschaft bei großer Hitze etwas schummriges und flirrendes erhält, wird sie bei großer Kälte unglaublich klar. Alles wirkt irgendwie, ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll, “sauber”. Die Luft, die Sonne, die Landschaft an sich.

Die Hunde kullern sich zwischen Laufen und Spielen im Stroh zu Kugeln zusammen und kuscheln sich eng aneinander.

Nebenbei streckt die Kälte ihre Finger nach unserem Stromgenerator aus, bei dem man sich beim Startleineziehen abwechseln muss um ihn überhaupt in Gang zu bekommen.

Beim Schlittenfahren ist es ratsam eine Gesichtsmaske und Überhandschuhe zu tragen. Wärend von den vor dem Schlitten laufenden Hunden Dampfwolken aus ihren Mäulern steigen und Tasthaare bei den Hunden, wie Wimpern bei den Menschen vereisen.

Unglaublich ist der fühlbare Unterschied der Temperatur zwischen Sonnen- und Schattenstellen. Fährt man aus einer längeren sonnenbeschienen Strecke in den Wald, hat man oft das Gefühl in eine Kältewand hinein zu fahren.

Schön, wenn man nach einem langen Tag draußen in das warme Haus kommt und das Feuer im Kamin knistern und prasseln hören kann.

Gestern mit dem Schlitten

31. Dezember 2009

in den Graben gefahren – ömpffff…

Zu meiner Verteidigung ist nur zu sagen: Er lag direkt hinter einem steilen Abhang, es war Dunkel und wir hatten Schneetreeiben – man konnte ihn nicht sehen und ich habe Trailgebrochen, bin diese Strecke also noch nie zuvor gefahren gewesen.

Überhaupt gibt sich Frau Holle alle Mühe, dass wir zuschneien. Und das einzige Mittel dagegen ist Schneeschaufeln, fairer Weise muss ich sagen, dass Hary das momentan im Prinzip komplett alleine macht und ich nur hier und da, ab und an ein bisschen rumschaufele.

Die Maus, die bei meiner ersten gestrigen Fahrt ein paar Meter vor den Hunden über den Trail gelaufen ist, hat es leider nicht überlebt. Das Schneehuhn, welches Hary auf Skiern zwischen die Beine geflogen ist schon. Gut für das Hühnchen, dass er ohne Hunde unterwegs war.

Der eigene Wald ist sagenhaft. Einfach traumhaft schön. Und man kann von hier aus sogar ab und an die Sonne winken sehen.

Jeden Tag gehe ich mit Akira und Nanuk auf Schneeschuhen durch den Tiefschnee und spure so Wege und Trails rings um das Haus.

Baden in der

9. Dezember 2009

Badetonne. Sehr schön! Außen ist es “kalt” (wir haben sage und schreibe um die Nullgrad… Da tropft es überall und die Straßen schwanken zwischen spiegelglatt und matschig) und innen kuschelig heiß. Man sitzt also in der Badetonne und hat eine Mütze auf dem Kopf.

Ansonsten die tollste Dusche meines Lebens kennengelernt… Rückenmasage, Fußrollen, Dampf, Wasserfall, Musik etc. p.p.

Nebenbei natürlich aber auch putzen, schrubben, saubermachen. UND am allerwichtigsten: Hunde, Hunde, Hunde.

Ein ständiges

26. Oktober 2009

Auf und Ab zwischen Schnee, Kälte, Wärme und viel, viel Matsch ist auch nicht das Wahre…

Dazwischen noch Nebel und ein grauer Himmel, bedeckt von mit nassem Schnee “vollgestopften” Wolken.

Kaum zu glauben, dass hier in den Schulen gerade Herbstferien sind – in Deutschland entspricht das Wetter sehr all den letzten Winterferien, an die ich mich erinnern kann… ;)

Die meiste Zeit des Tages nimmt das Training der Hunde ein. Ansonsten: Frühs aufstehen und Futter vorbereiten, jeden zweiten Tag zu den Fütterungen Möhren raspeln (das geht aber relativ schnell, da reicht eine große Schüssel voll schon) etc. p.p. Zwischendurch noch die Hausarbeit (ich hätte gerne das “Aufräum-Gen” ;) von meiner Omi geerbt – es ist mir wirklich ein Rätsel wie man das gerne machen kann! =)), die bei dem Matschwetter und der Tatsache, dass man öfters zwischen Haus und Freiläufen hin und her springt, sowie der Hunde im Haus (Akira und Silver mit den Welpen) auch nicht gerade vermindert wird.

Das feuchte Wetter und die immer wieder kehrenden Abstecher in den Minusbereich (- bzw. eigentlich ist es hier viel, viel zu warm für diese Jahreszeit) sorgen für eine nette Eisschicht – “sehr schön”…

Ein toller Anblick heute: Zwei alte Frauen auf  Sparks – sowas will ich auch in Deutschland haben!!!! Nur müsste ich mir dann auch Schnee und Eis mitbringen – der Teransport könnte sich da als schwierig erweisen…

=)

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Die Wasserschüsseln

29. September 2009

in den Freiläufen, sind heute Nacht zum ersten mal zugefroren…
Inzwischen ist es Mittag und das Thermometer ist schon wieder auf 4°C hochgeklettert. Alles in allem ein sehr warmer September.

Zwischendurch darf man sich dann über so etwas freuen:

Elchbein

Ich meine, wenn hier schon Elche aus purem Spaß abgeschossen werden, können dann die Leute, die das tun, nicht wenigstens darauf achten, dass keine Körperteile rum liegen bleiben???
Nur gut, dass unsere Hunde so gut trainiert sind, dass sie auch “Leckerbissen” wie Elchbein, sofort auf das entsprechende Kommando hin fallen – und auch liegen – lassen!
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Heute Nacht

25. September 2009

schlich sich der erste richtige Frost in den Boden. Es ist Herbst.

Die ersten beiden Bilder zeigen vereistes Gras und Heidekraut – leider auf den Bildern nicht so gut zu erkennen. Die restlichen zeigen den Himmel über und rings um Storsund. Alle Fotos sind heute morgen zwischen etwa 6:00 und 6:30 entstanden… Unglaublich wie unterschiedlich der Himmel in verschiedene Richtungen fotografiert und mit wenigen Minuten Abstand aussehen kann!



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Ich bin bereits

10. September 2009

über zwei Monate hier! Das ist wirklich der Wahnsinn! Die Zeit fliegt vorbei als hätte sie ein Rendezvous in der Vergangenheit – mir kommt es so vor, als würde auf den Morgen gleich der Abend folgen und die Stunden dazwischen würden wie Rauch verpuffen.
Vor einer Woche war ich bei Marit in der Sauna und ich kann kaum glauben, dass es schon wieder so lange her ist. Der Saunabesuch war sehr schön. Nach dem Schwitzen steht man draußen in der Dunkelheit und genießt die kühle Nachtluft und wenn einem zu kalt wird kann man gleich wieder in die Sauna, bis der ganze Körper wieder richtig heiß ist. Schade, dass Hary keine private Haussauna hat. =(
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Es ist wirklich

20. August 2009

sagenhaft! – Es ist August und wir haben nach einem kleinen Kälteeinsturz heute Nacht die 0°C-Marke tatsächlich nur knapp verfehlt. Die Folge war der erste Bodenfrost und eine glitzernde Landschaft, denn der Tau hatte sich auf allen Blättern in eine feine Eiskristallschicht verwandelt.

Wegen des immensen Temperaturunterschiedes zu dem Wasser der Seen, lag auch ein besonders dicker Nebel, der alle Geräusche, die mehr als wenige Meter entfernt waren,  so stark dämpfte, dass man nicht mehr lokalisieren konnte aus welcher Richtung sie kamen oder die Geräusche gänzlich schluckte.

Kaum zu glauben aber wahr, sollten hier nicht noch einmal ein, zwei warme Wochen den ständigen Temperaturfall ablösen, dann hat in Schweden dieses Jahr der Herbst bereits Mitte August Einzug gehalten! – Und das, während man aus Deutschland von Temperaturen bis zu 37°C hört…
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des Nordens werden langsam wieder von einigen Stunden Dunkelheit abgelöst.

Hier angekommen konnte ich die Mitternachtssonne noch miterleben, inzwischen ist es wieder zwei Stunden relativ dunkel.

Das bedeutet im Endeffekt, dass wir uns langsam wieder umstellen werden um das Licht zu nutzen. In den letzten Wochen waren wir auf Grund der Temperaturen, welche für die Hunde zu hoch waren, immer Nachts unterwegs. D.h. der Tag begann zwischen 16:00 und 18:00 Uhr und endete am nächsten Vormittag.

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