Meine ersten

26. Januar 2010

wirklichen “Rentierfahrten” habe ich nun auch hinter mir. Und ich kann nur aufs Neue wiederholen: Rentiere sind im Kopf nicht die schnellsten!

Relativ unspektakulär sind die Fahrten, wo die Rentiere nur in einigen Metern Abstand neben dem Trail stehen und nichts tun oder weiter in den Wald hinein oder über das Feld hinweg verschwinden. Interessant war heute eine kleine Herde von um die 50 Tiere, welche direkt neben dem Trail lag und genau im falschen Moment, sprich als die Hunde schon fast vorbei waren (so eine lagernde Herde streckt sich dann ja über einige duzend Meter) schlussendlich realisierte, dass da ja HUNDE vorbei laufen und in Panik aufsprangen um wegzulaufen. Wobei diese “Panik” auch sehr gemächlich vonstatten ging. À la: “Hmmm, hmmm, hmmm… Läuft da was annnnn unnnns vorrrrrrrrrrrrrrrrrrbbbeeeeeeeeeiiiiiiiiii???????????? Wassss isssttt deeeeeeeeeennnn das? Hmmm, hmmm, hmmm. Dasss sind jaaa Hunnndddeeee??? —– … —– Hmmmm, Momennnnntttt maaaaaaaaaaalllllllllllll. Hunnndeeeeee??? Hundeee! HUNDE!!!!!! —– ….. —– Öhhhhh???? Undddd wassss maccchhhhe ichhhhh dennnn jetzttttt???? Hmmm. Icchhhh glauuubeeee ichhhhhh stehhhhheeeeee maaaaaaaaaalllllll auf… Jaaa genauuu, dasss machhe ich! —– … —– Undddd jetzzzt???? Weglauuufennnn? Weglauuuufennn? Weglauuufennn? WEGLAUFEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”

Gestern hatte ich auch ein lustiges Grüppchen, von etwa zehn Tieren, auf dem Trail. Ich komme um eine Kurve und da stehen sie. Aber nein, selbstverständlich laufen sie nicht in den Wald, sondern schön vor mir den Trail entlang…

Schneehühner gibt es natürlich auch – die (ganz ähnlich wie die Rentiere) sich bevorzugt dann in Bewegung setzten, sprich auffliegen, wenn man schon fast vorbei ist.

Nun ja, so sieht man zumindest das schwedische Tierreich! =)

Bei Temperaturen

7. Januar 2010

um die – 35°C  beginnt man den Begriff  ”klirrende Kälte” aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten.

Die Kälte verändert aber nicht nur die Luft: Während die Landschaft bei großer Hitze etwas schummriges und flirrendes erhält, wird sie bei großer Kälte unglaublich klar. Alles wirkt irgendwie, ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll, “sauber”. Die Luft, die Sonne, die Landschaft an sich.

Die Hunde kullern sich zwischen Laufen und Spielen im Stroh zu Kugeln zusammen und kuscheln sich eng aneinander.

Nebenbei streckt die Kälte ihre Finger nach unserem Stromgenerator aus, bei dem man sich beim Startleineziehen abwechseln muss um ihn überhaupt in Gang zu bekommen.

Beim Schlittenfahren ist es ratsam eine Gesichtsmaske und Überhandschuhe zu tragen. Wärend von den vor dem Schlitten laufenden Hunden Dampfwolken aus ihren Mäulern steigen und Tasthaare bei den Hunden, wie Wimpern bei den Menschen vereisen.

Unglaublich ist der fühlbare Unterschied der Temperatur zwischen Sonnen- und Schattenstellen. Fährt man aus einer längeren sonnenbeschienen Strecke in den Wald, hat man oft das Gefühl in eine Kältewand hinein zu fahren.

Schön, wenn man nach einem langen Tag draußen in das warme Haus kommt und das Feuer im Kamin knistern und prasseln hören kann.

Gestern mit dem Schlitten

31. Dezember 2009

in den Graben gefahren – ömpffff…

Zu meiner Verteidigung ist nur zu sagen: Er lag direkt hinter einem steilen Abhang, es war Dunkel und wir hatten Schneetreeiben – man konnte ihn nicht sehen und ich habe Trailgebrochen, bin diese Strecke also noch nie zuvor gefahren gewesen.

Überhaupt gibt sich Frau Holle alle Mühe, dass wir zuschneien. Und das einzige Mittel dagegen ist Schneeschaufeln, fairer Weise muss ich sagen, dass Hary das momentan im Prinzip komplett alleine macht und ich nur hier und da, ab und an ein bisschen rumschaufele.

Die Maus, die bei meiner ersten gestrigen Fahrt ein paar Meter vor den Hunden über den Trail gelaufen ist, hat es leider nicht überlebt. Das Schneehuhn, welches Hary auf Skiern zwischen die Beine geflogen ist schon. Gut für das Hühnchen, dass er ohne Hunde unterwegs war.

Der eigene Wald ist sagenhaft. Einfach traumhaft schön. Und man kann von hier aus sogar ab und an die Sonne winken sehen.

Jeden Tag gehe ich mit Akira und Nanuk auf Schneeschuhen durch den Tiefschnee und spure so Wege und Trails rings um das Haus.

Ein wunderschöner

11. November 2009

Morgen. Geprägt von einer angenehmen Kälte und einem klaren Himmel.



blogoscoop

Höhö,

27. Oktober 2009

vorgestern habe ich meine erste Rentierherde gesehen – und das gleich dreimal!
Leider habe ich keine (und Hary auch nicht) guten Bilder hinbekommen! Bevor wir die Kameras herausholen konnten, mussten wir die Hunde beruhigen!
Im nachhinein war es aber ziemlich lustig! Ich bin gleich drei oder vier mal hingeflogen… Dann habe ich mich einfach in den Schnee gesetzt. =)

Von der dritten Begegnung habe ich ein paar, zwar schlechte, doch hoffentlich akzeptable Bilder:

 

Bei der ersten Begegnung stand die Herde übrigens vielleicht 15 Meter von uns entfernt im Wald… Die Reaktionsgeschwindigkeit dieser Tiere ist höflich ausgedrückt nicht “sehr schnell” ;)
blogoscoop

Unterwegs

19. August 2009

Unterwegs mit den vier Hunden Sue (die braune Hündin, welches die ganze Zeit im Wasser ist), Twister (der schwarze Rüde), Spirit (die weiße Hündin) und Sugar (die toffeefarbene Hündin), gönnt man sich eine kleine Verschnaufpause an einem Waldsee. – Wer schon einmal mit echten Schlittenhunden unterwegs war, der wird verstehen, dass so eine Verschnaufpause, manchmal unumgänglich ist =)
Die Hunde freut’s, die Menschen auch.
Leider ist das Wasser an dieser Stelle so seicht, dass die Hunde (insbesondere unsere Wasserratte Sue) nicht wirklich schwimmen, aber Planschen kann ja auch mal ganz schön sein!
=)

mit den vier Hunden Sue (die braune Hündin, welches die ganze Zeit im Wasser ist), Twister (der schwarze Rüde), Spirit (die weiße Hündin) und Sugar (die toffeefarbene Hündin), gönnt man sich eine kleine Verschnaufpause an einem Waldsee. – Wer schon einmal mit echten Schlittenhunden unterwegs war, der wird verstehen, dass so ein Päuschen, manchmal unumgänglich ist =)

Die Hunde freut’s, die Menschen auch.

Leider ist das Wasser an dieser Stelle so seicht, dass die Hunde (insbesondere unsere Wasserratte Sue) nicht wirklich schwimmen, aber Planschen kann ja auch mal ganz schön sein!

=)


blogoscoop

Bilder, Bilder, Bilder

6. August 2009

1. Unsere Wasserratte Sue

3. Erste Herbstbilder

5.&6. Nebel über einem der vielen Seen

7.&8. Nemo

12. Akira und Merlin

13. Das Hilton des Nordens…

14. Und noch mal aus der Nähe

16.&17. Nemo beim Wälzen auf dem Waldboden

sind die durch den Wald. Da wo der Boden weich ist und zur Zeit überall Blaubeeren wachsen (mhmmmm…). Man läuft über kleine Wege oder eben auch quer durch das Unterholz und jeder Schritt wird vom Moos gefedert – ein unglaublich angenehmes Laufgefühl. Ab und an muss man die Hunde und die Leinen neu sortieren, wenn die Hunde auf verschiedenen Seiten um einen Baum oder einen Strauch gelaufen sind und das Zurückkommen nicht mehr so einfach ist.

In den letzten Tagen hat es hier sehr viel geregnet und der Boden kann die Feuchtigkeit nicht mehr schnell genug aufnehmen – das Resultat nach so einem Waldgang ist dann, dass die Beine teilweise bis zu den Knien nass sind und die Schuhe (sofern man nicht Gummistiefel getragen hat) völlig durchgeweicht, aber eins ist sicher: Das war es wert!

Ich ging im Walde So

26. Juli 2009

für mich hin, Und nichts zu suchen, Das war mein…

Naja, heute zwar nicht im Wald, aber ich ging auch “so für mich hin” – und suchen wollte ich ganz bestimmt auch nichts! Aber manchmal findet man leider Dinge, welche man gar nicht finden will! Ich ging also auf der Straße “so für mich hin”, mit zwei Hunden am Bauchgurt. – Dem ersten, dem ich begegne, ist das Rentier, was immer dreister wird. Anstatt wegzulaufen oder wenigstens stehen zu bleiben kommt es doch tatsächlich auf mich zu!!! Ich meine HALLO-O!!!!! -Und nein, das ist nicht genug es läuft dann auch noch in 20/30 m Abstand schön mit!!! Das Rentier gerade los geworden findet einer der Hunde doch tatsächlich am Wegrand einen alten, halb vergammelten und madigen Fisch, der trotz des Versuches das Maul aufzubekommen schwupps-di-bupps im Magen des Hundes verschwindet. Wie gefährlich das ist, brauche ich wohl kaum zu sagen!!! Besonders bei einem Barsch, dessen Rückenflosse schließlich zusätzlich noch einmal mit Stacheln versehen ist!!!

Da stellt sich doch die Frage: Wie kommt ein Fisch an den Wegrand? Hingeschwommen kann er ja schlecht sein! =) Aber wer schmeißt bitte Fisch an den Wegrand?

Tjaja, seltsam, komisch, wie auch immer.

Reindeer on the road

15. Juli 2009

Seit Tagen läuft hier in der Gegend ein Rentier herum, sprich seit Tagen sind die Hunde, wenn wir Richtung des kleinen Waldes hinter dem Dorf gehen ganz aus dem Häuschen. Heute Morgen gegen 4:45 Uhr begegen wir doch tatsächlich diesem Rentier! Und zwar was für einem!!! Mein erstes Rentier in freier Wildbahn und dann gleich so ein Prachtexemplar, mit einem wunderschönem und vorallem riesigen Geweih.

Da stand es nun mitten auf der Straße und guckte blöd aus der Wäsche. Die Hunde wollten natürlich nach – wobei man von “nach” im eigentlichen Sinne gar nicht sprechen kann, denn verlangsamt wäre für das Rentier noch eine nette Beschreibung seiner Reaktionen… Nach sicherlich einer Minute hat es sich dann schließlich bequemt gemütlich in den Wald zu laufen.

- Und wem begegnen wir, selber kaum fünf Minuten im Wald, dort wohl gleich wieder?

Rentier

…Wir sind mit Hunden unterwegs und machen durch Unterhaltung und Laufen für die Ohren eines Wildtieres einen Riesenradau -wie blöd kann man als Rentier dann eigentlich sein, dieser lauten Hunde-Menschen-Meute gleich zweimal zu begegnen und nicht einen Bogen zu schlagen? =)

Trotz der dadurch völlig aufgedrehten Hunde, war es aber sehr nett dieses Rentier zu sehen! =)

Übrigens, das Foto ist ohne Zoom! – Das Rentier war vielleicht 20 m entfernt.
blogoscoop

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.